Teleport-Locomotion: Die komfortable Fortbewegung in VR

Bei Teleport-Locomotion bewegst du dich nicht durch die virtuelle Welt, sondern versetzt dich in einem Sprung direkt an einen neuen Punkt. Du zielst mit dem Controller, ein gebogener Strahl markiert das Ziel, du lässt los und stehst dort.

Der große Vorteil liegt in der Biologie. Weil zwischen Start und Ziel keine kontinuierliche Bewegung dargestellt wird, entsteht auch kein Widerspruch zwischen dem, was deine Augen sehen, und dem, was dein Gleichgewichtssinn meldet. Genau dieser Widerspruch ist die Hauptursache von Motion Sickness. Teleportieren umgeht ihn schlicht.

Blink oder Dash

Zwei Übergangsvarianten haben sich durchgesetzt. Beim Blink wird das Bild für einen Sekundenbruchteil komplett schwarz, dann stehst du am neuen Ort. Das ist die verträglichste Variante, wirkt aber am abruptesten.

Beim Dash gleitest du sehr schnell zum Ziel, sodass eine minimale Bewegung sichtbar bleibt. Das fühlt sich zusammenhängender an, ist für empfindliche Menschen aber schon wieder ein kleiner Reiz.

Manche Spiele kombinieren beides und lassen dich wählen. Wenn du gerade erst mit VR anfängst, ist Blink die sichere Wahl.

Was du dafür aufgibst

Teleportieren hat einen Preis, und der ist nicht klein. Die Immersion leidet spürbar, weil du dich der Welt gegenüber weniger als körperlich anwesend erlebst. In hektischen Szenen unterbricht jeder Sprung den Spielfluss. Und in Titeln, die auf Präzision und Timing setzen, etwa bei Deckungswechseln in einem Shooter, kann das Zielen mit dem Teleportstrahl zu langsam sein.

Interessant ist, dass manche Spiele das Teleportieren nicht als Notlösung behandeln, sondern zur Kernmechanik machen. Wenn ein Rätselspiel darauf baut, dass du dich blitzschnell versetzt, wird aus der Komfortoption plötzlich ein Spielelement.

Meine Empfehlung

Fang mit Teleport an, auch wenn es sich zunächst weniger „richtig“ anfühlt. Du sammelst damit VR-Zeit, ohne dich schlecht zu fühlen, und das ist am Anfang wertvoller als maximale Immersion. Wechsle nach ein paar Wochen versuchsweise auf Smooth Locomotion mit aktivierter Vignette und schau, wie es dir geht.

Viele erfahrene Spieler nutzen übrigens dauerhaft beides, je nach Titel. In einem ruhigen Erkundungsspiel Smooth Locomotion, in einem hektischen Actionspiel Teleport. Das ist kein Widerspruch, sondern pragmatisch.

Verwandte Begriffe

Smooth Locomotion ist die immersivere Gegenvariante. Motion Sickness erklärt, warum es Teleport überhaupt gibt. Roomscale ist die dritte Fortbewegungsart, bei der du echte Schritte machst. Immersion ist der Maßstab, an dem sich alle drei messen lassen müssen.

Passende Hauptartikel

Alles zu Übelkeit und Gegenmaßnahmen findest du in meinem Ratgeber VR Motion Sickness: Ursachen, Symptome und schnelle Hilfe. Ein Beispiel für ein Spiel, das ganz ohne Fortbewegungsprobleme auskommt, findest du in meinem Beat Saber Test.

Katze mit Tentakeln trägt VR-Headset und Controller – Logo von VRgamingworld
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.