Brutalistick VR im Test 2026: Die Prügel-Sandbox, in der du dir jede Waffe erkämpfen musst

Kurzantwort: Brutalistick VR ist eine Physik-Prügel-Sandbox des Solo-Entwicklers Kubunautilus, seit März 2024 im Steam Early Access, in Deutschland ab 18 freigegeben und mit der Steam-Wertung „Äußerst positiv“ (1.696 Rezensionen, Stand 22.08.2026). Für 9,75 Euro bekommst du einen Career-Modus, der jede Waffe hinter Kopfgeld und Missionen wegsperrt, dazu Sandbox-Modus, Steam-Workshop-Mods und eine kostenlose Demo. Das Spiel ist reines PCVR, eine native Quest-Version gibt es nicht, auf der Quest 3 läuft es nur per Streaming vom PC. Die Gewalt ist extrem, aber so absurd-comichaft, dass ich beim Spielen mehr gelacht als geschaudert habe.

Nach 109 Minuten in den ersten drei Tagen war mir klar, warum mich dieses Spiel nicht loslässt: Es ist nicht die Gewalt, es ist die Gier. Brutalistick VR gibt dir am Anfang fast nichts und lässt dich jede Waffe, jedes Upgrade und jede Mission freikämpfen. Genau dieses Prinzip fehlt den meisten VR-Sandboxen, und genau deshalb habe ich es getestet. Übrigens: Das Spiel wird oft auch „Brutalist VR“ geschrieben, gemeint ist dasselbe Spiel.

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Videovorschau: Brutalistick VR im Test, 13 Minuten mit Messung und Wertung
Brutalistick VR im Test: Jede Waffe musst du dir erkämpfen · 13:14

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Steckbrief: Was ist Brutalistick VR?

TitelBRUTALISTICK VR
Entwickler und PublisherKubunautilus (Solo-Entwickler)
PlattformSteam (PCVR, OpenVR), VR-Pflicht
Early-Access-Start31. März 2024
Version zum TestzeitpunktFeature Update #10, Patch 3.2 (14. August 2026)
Preis9,75 Euro (Steam Deutschland, August 2026)
DemoJa, kostenlos auf Steam
Steam-Bewertung„Äußerst positiv“ gesamt (1.696 Rezensionen), „Sehr positiv“ zuletzt (197), Stand 22.08.2026
Altersfreigabe18, Hinweis „Drastische Gewalt“ (Alterskennzeichen für Deutschland auf Steam)
ModiCareer (Singleplayer), Sandbox; kein Multiplayer, kein Koop
ModsSteam Workshop (Maps, Nahkampfwaffen, Schusswaffen, Props)
SpracheNur Englisch
SpielweiseRoomscale und sitzend möglich, empfohlen wird Roomscale
Geplante 1.0Laut Entwickler ungefähr 2027 bis 2028
Getestet aufQuest 3 per Virtual Desktop, RTX 5070; bisher 280 besiegte Gegner und 6 abgeschlossene Missionen im Career-Modus (Test läuft weiter)

Was für ein Spiel ist Brutalistick VR überhaupt?

Brutalistick VR ist eine Physik-Sandbox mit Kampf-Fokus, optisch irgendwo zwischen Strichmännchen-Comic und Low-Poly-Diorama. Deine Gegner sind Stickfiguren mit Ragdoll-Physik, die auf Schläge, Tritte und Waffen so übertrieben reagieren, dass jede Prügelei zur Slapstick-Nummer wird. Steam selbst warnt vor „extreme cartoony violence“ mit Blut, Gore und Verstümmelung, und das trifft es genau: brutal, aber gezeichnet-brutal.

Spieler schwingt in Brutalistick VR einen gepackten Strichmännchen-Gegner kopfüber als Waffe
Warum eine Waffe kaufen? Der gepackte Gegner tut es auch. Die Physik macht fast alles zur Schlagwaffe.

Das Spiel bietet zwei Modi. Im Career-Modus nimmst du Missionen an, verdienst Kopfgeld pro ausgeschaltetem Gegner und kaufst davon Upgrades und Waffen. Im Sandbox-Modus experimentierst du frei mit allem, was du freigeschaltet hast. Genau diese Trennung unterscheidet Brutalistick VR von den meisten Genre-Kollegen, dazu gleich mehr. Die Missionskulissen wechseln dabei spürbar: In meinen Sessions ging es vom sonnigen Farmland mit Heugabel-Bauern bis in eine düstere Kirche mit Fackeln und Kreuz über dem Altar.

Kirchen-Level in Brutalistick VR mit Kreuz, Fackeln und Strichmännchen-Gegnern
Vom Bauernhof in die Kirche: Die Missionskulissen wechseln spürbar.

Wie funktioniert das Freischalten von Waffen und Upgrades?

In Brutalistick VR schaltest du Waffen und Upgrades über den Career-Modus frei: Jeder Gegner bringt ein Kopfgeld von 15 bis 25 Dollar Spielwährung, Missionen zahlen Prämien, und davon kaufst du Verbesserungen. Missionen mit Schloss-Symbol schalten zusätzlich neue Inhalte frei. Wer alles sehen will, muss also kämpfen, nicht nur herumprobieren.

Missions-Board in Brutalistick VR: Farmland-Mission mit 1.000 Dollar Belohnung, 15 Gegnern und Schloss-Symbol
Das Schloss-Symbol zeigt: Diese Mission schaltet etwas frei. Farmland zahlt 1.000 Dollar für 15 Gegner.

Die Preisliste aus meinem Spielstand zeigt, wie die Ökonomie ausbalanciert ist: Das erste Health-Upgrade (+25 HP) kostet 500 Dollar, Lifesteal (+5 HP pro Kill) 250, mehr Zeitlupen-Regeneration 400, stärkere Schläge (Faktor 2,5) 200 und härtere Tritte 500. Die erste Farmland-Mission zahlt 1.000 Dollar für 15 Gegner. Grob gerechnet steckt hinter jedem größeren Upgrade also mindestens eine komplette Mission, und genau dieses Verhältnis erzeugt den „eine Runde noch“-Sog.

Upgrade-Board in Brutalistick VR mit Preisen für Health, Lifesteal, Slowmo und Punch Force
Die Upgrade-Preise aus meinem Spielstand: Jedes größere Upgrade kostet mindestens eine Mission.

Ein Detail zeigt, wie durchdacht das Spiel trotz Early Access ist: Dein Missionsfortschritt steht als Tattoo auf deinem virtuellen Unterarm. Statt eines schwebenden Menüs schaust du wie auf eine Armbanduhr auf „Kills: 0/27“. Solche diegetischen Anzeigen kenne ich sonst eher aus Vollpreis-Produktionen.

Missionsfortschritt als Arm-Tattoo in Brutalistick VR: Kills 0 von 27
Missionsfortschritt als Arm-Tattoo statt schwebendem Menü.

Wie brutal ist Brutalistick VR wirklich, und ab welchem Alter?

Brutalistick VR trägt auf Steam das deutsche Alterskennzeichen 18 mit dem Hinweis „Drastische Gewalt“ (Stand August 2026). Der Entwickler selbst deklariert die Inhalte als extreme Comic-Gewalt mit Blut, Gore, Abtrennungen und inneren Organen. Die Einstufung ist berechtigt: Die Gewalt ist hier das zentrale Spielelement, nicht Beiwerk, auch wenn der Stil durchgehend comichaft bleibt.

Gleichzeitig ist der Ton eher Tom und Jerry als Horrorfilm. Die Gegner sind gesichtslose Strichmännchen mit Hüten und Schnurrbärten, das Blut sieht aus wie verschütteter Eimer Farbe, und die Ragdoll-Physik macht aus jedem Treffer eine Zirkusnummer. In meiner ersten Session habe ich mehrfach laut gelacht, was mir bei einem „Gore-Spiel“ selten passiert. Wer mit Blade and Sorcery klarkommt, kommt auch hiermit klar.

Rote Polygon-Blutwolke spritzt in Brutalistick VR aus dem Armstumpf eines getroffenen Gegners
Blut als rote Polygon-Wolke: drastisch, aber so stilisiert, dass es nie fotorealistisch wirkt.
Spieler hält in Brutalistick VR den abgetrennten roten Kopf eines Gegners in der Hand, daneben steht ein weiterer Gegner
Makaberer Moment mit Ansage: Der Kopf ist ab, der Kollege schaut zu. Comic-Gewalt an der Grenze.
Comic-Gewalt in Brutalistick VR: blutgetränkte Ragdoll-Gegner nach einem Kampf
Brutal, aber gezeichnet-brutal: Nach dem Kampf sieht die Wiese aus wie ein umgekippter Farbeimer.

Läuft Brutalistick VR auf der Meta Quest 3 ohne PC?

Nein. Brutalistick VR ist ausschließlich für PCVR über Steam erhältlich, eine native Quest-Version existiert nicht und ist auch nicht angekündigt (Stand August 2026). Auf Quest 2, Quest 3 oder Quest 3S läuft das Spiel nur, wenn ein VR-tauglicher PC das Bild per Kabel oder WLAN streamt, etwa über Steam Link, Virtual Desktop oder Quest Link.

Ich habe genau so getestet: Quest 3, Virtual Desktop, Gaming-PC mit RTX 5070 im selben Netzwerk. Das funktioniert ohne Bastelei, setzt aber eben einen Spiele-PC voraus. Wer nur eine Quest ohne PC besitzt, für den ist Brutalistick VR derzeit schlicht nicht spielbar, da helfen auch die Suchtreffer zu „brutalistick vr standalone“ nichts. Wer stattdessen etwas sucht, das ohne Spiele-PC läuft, wird bei den besten Quest-3-Spielen ohne PC fündig.

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Zur Leistung: Das Spiel ist genügsam. In meiner Session lief es laut Virtual-Desktop-Leistungsanzeige mit 89 von 90 Ziel-fps bei 47 Millisekunden Gesamtlatenz, gestreamt mit AV1 bei 200 Mbit/s und 122 Prozent Renderauflösung auf einer RTX 5070 (eigene Messung, 22.08.2026). Die offiziellen Anforderungen sind entsprechend niedrig: minimal ein Quad-Core mit 3 GHz, 8 GB RAM und 4 GB Grafikspeicher, empfohlen 4 GHz, 16 GB RAM und 8 GB VRAM, dann ausdrücklich mit Roomscale statt im Sitzen. Auch ältere VR-Rechner sollten hier keine Probleme bekommen.

Virtual-Desktop-Leistungsoverlay in Brutalistick VR: 89 fps, 52 ms Latenz, AV1 mit 200 Mbit/s auf der RTX 5070
Der Beleg aus Session 3: 89 fps bei AV1-Streaming mit 200 Mbit/s auf der RTX 5070, das Overlay lief mit.

Welche Waffen gibt es, und was bringt der Steam Workshop?

Das Arsenal reicht von den eigenen Fäusten und Tritten über Spieße, Äxte und Spitzhacken bis zu Sturmgewehr, Pumpgun, Revolver und Kettensäge, und fast alles davon steht anfangs hinter Preisschildern. Ein Blick in den Shop meines Spielstands zeigt die Spanne: Der kurze Speer kostet 400 Dollar Spielwährung, der lange 750, der .357 Revolver 1.800 und der Stake Launcher satte 4.250. Bei 15 bis 25 Dollar Kopfgeld pro Gegner ist die Kettensäge also kein Geschenk, sondern ein Sparziel.

Waffenshop in Brutalistick VR: Short Spear 400, Long Spear 750, .357 Revolver 1.800 Dollar Spielwährung
Der Waffenshop mit Preisen: Vom 400-Dollar-Speer bis zum Stake Launcher für 4.250 Dollar.

Schön altmodisch: Nachgeladen wird von Hand. Beim Revolver stopfst du einzelne Patronen in die Trommel, bei der Pumpgun schiebst du jede Schrotpatrone selbst nach. Das bremst herrlich, wenn drei Strichmännchen gleichzeitig auf dich zulaufen.

Revolver-Nachladen von Hand in Brutalistick VR, einzelne Patronen kommen in die Trommel
Nachladen von Hand: Jede Patrone wandert einzeln in die Trommel.

Schon jetzt sicher sagen lässt sich: Die Waffenwand im Hub ist beim ersten Start voller Vorhängeschlösser, und der Steam Workshop erweitert das Arsenal kostenlos. Die Community lädt eigene Maps, Nahkampfwaffen, Schusswaffen und Props hoch. Beim Testzeitpunkt wurde mir direkt ein Community-Mod angezeigt, eine Remington 11-87 aus No Country for Old Men. Für ein Ein-Personen-Projekt ist funktionierender Workshop-Support bemerkenswert, denn er hält das Spiel auch dann frisch, wenn der Entwickler gerade am Grundgerüst arbeitet.

Zehn Eindrücke aus dem Workshop: Ein blau leuchtendes Lichtschwert, der Shishkebab aus Fallout, das Schild von Captain America, Kettensägen aus DOOM und ein ganzer Block Killing-Floor-Waffen. Alles, was du hier siehst, stammt aus Community-Mods und gehört nicht zum Grundspiel. Ein Klick öffnet das jeweilige Bild groß.

Ist Brutalistick VR eine Alternative zu Blade and Sorcery?

Ja, aber mit anderem Schwerpunkt. Blade and Sorcery (Warpfrog, 1.0 seit Juni 2024) ist die Referenz für physikbasierten VR-Nahkampf und setzt auf freies Experimentieren mit Mods. Brutalistick VR ist kleiner, comichafter und bietet dafür etwas, das Blade and Sorcery lange gefehlt hat: eine Ökonomie mit Kopfgeld, Upgrades und Freischalt-Zielen, die dem Kämpfen einen Zweck gibt.

KriteriumBrutalistick VRBlade and Sorcery
StilComic-Strichmännchen, SlapstickRealistisch, Mittelalter/Fantasy
ProgressionKopfgeld, Upgrades, FreischaltenDungeon-Modus, sonst Sandbox
ModsSteam WorkshopNexus/mod.io, riesige Szene
Preis9,75 € (Early Access)ca. 20 €
Quest ohne PCNeinJa (Nomad-Version)

Wer den Fortschritts-Sog sucht, fährt mit Brutalistick VR besser. Wer maximale Mod-Vielfalt und realistische Fantasy-Kämpfe will, bleibt bei Blade and Sorcery. Preislich liegt eine halbe Welt dazwischen: Brutalistick VR kostet weniger als die Hälfte.

Was kostet Brutalistick VR, und gibt es eine Demo?

Brutalistick VR kostet 9,75 Euro auf Steam (Stand August 2026), im Sale war es laut SteamDB schon für 6,82 Euro zu haben (minus 30 Prozent). Eine kostenlose Demo steht direkt auf der Steam-Produktseite zum Download bereit. Wer unsicher ist, ob ihm der derbe Humor liegt, probiert also risikofrei aus, bevor er kauft. Von Key-Shops rate ich bei einem 10-Euro-Spiel eines Solo-Entwicklers ab, da bleibt vom Preis kaum etwas beim Entwickler hängen.

Wie anstrengend ist Brutalistick VR körperlich?

Kaum bis mäßig, je nach Spielweise. Ich habe inzwischen zwei Career-Sessions mit dem Polar H10 Brustgurt gemessen, nach demselben Protokoll wie bei meinen Messungen zu Beat Saber und The Thrill of the Fight. Session 1 (21:10 Minuten): Durchschnittspuls 81, Maximum 100, 53 Kilokalorien, also rund 2,5 kcal pro Minute (Polar-Rohdaten öffentlich). Session 2 (45:13 Minuten): Durchschnittspuls 94, Maximum 114, 202 Kilokalorien, rund 4,5 kcal pro Minute (ebenfalls öffentlich). Polars Urteil in beiden Fällen: Erholungstraining (beide Messungen vom 22.08.2026).

Polar-Flow-Auswertung der Brutalistick-VR-Session: 21:10 Minuten, Durchschnittspuls 81, Maximum 100, 53 kcal, Herzfrequenzkurve fast komplett unter Zone 1
Session 1 (21:10 Min.): Ø 81, Max 100, 53 kcal.
Polar-Flow-Auswertung der zweiten Brutalistick-VR-Session: 45:13 Minuten, Durchschnittspuls 94, Maximum 114, 202 kcal, Trainingsnutzen Erholungstraining, 93 Prozent Zone 1
Session 2 (45:13 Min.): Ø 94, Max 114, 202 kcal, Polar-Urteil Erholungstraining.

Zur Einordnung meine Messreihe, alle Werte mit demselben Brustgurt:

SpielØ PulsMax. Pulskcal/minEinordnung
Thrill of the Fight1231606,7Training
Beat Saber (Hard)981195,1moderate Aktivität (3,8 MET)
Brutalistick VR (2 Sessions)81 / 94100 / 1142,5 / 4,5leichte bis knapp moderate Aktivität

Der Unterschied zwischen den Sessions zeigt: Die Intensität hängt stark davon ab, wie du spielst. Nach oben hin ist trotzdem früh Schluss, selbst in der intensiveren zweiten Session war ich 93 Prozent der Zeit in Zone 1 und nur 2:21 Minuten in Zone 2, höhere Zonen habe ich nie erreicht. Der Grund liegt im Spieldesign: Die Zeitlupen-Mechanik belohnt kurzes, überlegtes Zuschlagen statt Dauerbewegung, und mit Schusswaffen steht man ohnehin viel. Wer VR-Fitness sucht, ist hier falsch. Wer nach dem Boxtraining noch etwas zum Runterkommen will, ziemlich richtig.

Den M3 Pro habe ich einzeln getestet, genauso das AMVR Facial Interface, das bei mir das Lichtleck an der Nase geschlossen hat und sich nach schweißtreibenden Sessions einfach abwischen lässt. Wer mehr umbauen will: Die acht Upgrades, die bei mir dauerhaft geblieben sind, stehen im Zubehör-Überblick für Quest 3 und 3S.

Was hat mich an Brutalistick VR gestört?

  • Nur Englisch. Menüs und Missionstexte gibt es ausschließlich auf Englisch. Die Texte sind simpel, aber wer gar kein Englisch kann, rät bei den Upgrade-Beschreibungen.
  • Early Access bis mindestens 2027. Der Entwickler nennt selbst keine festen Ziele für die Version 1.0 und peilt „ungefähr 2027 bis 2028“ an. Wer ein fertiges Spiel erwartet, kauft zu früh. Immerhin: Die Update-Frequenz stimmt, allein zwischen dem 8. und 14. August 2026 erschienen drei Patches (Patch 3 bis 3.2 mit verbessertem Zerteil-Verhalten und Performance-Fixes).
  • Kein Multiplayer, kein Koop. Brutalistick VR ist reiner Singleplayer, und angesichts des Ein-Personen-Teams wird sich das absehbar nicht ändern.
  • Keine Story, keine Lore. Brutalistick VR erklärt an keiner Stelle, warum du eigentlich kämpfst. Keine Handlung, keine Charaktere, kein Rahmen: Du bekommst Waffen, sollst Gegner ausschalten und schaltest damit die nächsten Waffen frei. Stumpf? Absolut. Aber auf eine ehrliche Art spaßig, das Spiel gibt gar nicht erst vor, mehr sein zu wollen.
  • Die Statistik zählt nicht richtig. Nach 280 besiegten Gegnern und 6 Missionen standen bei mir sämtliche Unterkategorien des Lifetime-Stats-Boards noch auf 0: Melee Kills, Ballistic Kills, Headshots, Decapitations, alles null (eigener Spielstand, Patch 3.2, August 2026). Nur Gesamt-Kills und Missionen wurden erfasst. Kein spielbrechender Fehler, aber genau die Sorte Unfertigkeit, die Early Access bedeutet.
Lifetime-Stats-Board in Brutalistick VR: 280 besiegte Gegner und 6 Missionen, aber alle Unterkategorien stehen auf 0
280 Kills, 6 Missionen, und trotzdem überall Nullen: das verbuggte Statistik-Board (Patch 3.2).

Was sagen andere Spieler zu Brutalistick VR?

Die Steam-Community bewertet Brutalistick VR insgesamt mit „Äußerst positiv“ (1.696 Rezensionen), die neuesten 197 Stimmen stehen bei „Sehr positiv“ (Stand 22.08.2026). Bemerkenswert ist die Kurve dahinter: 2024 kamen monatlich nur eine Handvoll Rezensionen zusammen, seit Mitte 2025 sind es regelmäßig über 100, mit Spitzen um die 180 im Sommer 2026. Das Spiel wächst also zwei Jahre nach Release noch, was im Early-Access-Bereich die Ausnahme ist.

Steam-Rezensionsverlauf von Brutalistick VR: von einer Handvoll Bewertungen 2024 auf über 150 pro Monat im Sommer 2026, Gesamturteil Äußerst positiv
Der Rezensionsverlauf auf Steam: Das Spiel wächst im dritten Jahr noch (Screenshot: Steam, 22.08.2026).

Inhaltlich decken sich die Community-Stimmen weitgehend mit meinem Eindruck. Gelobt werden vor allem das Gore-System mit dynamischem Zerteilen, die Waffenvielfalt samt Modding-Freiheit und der schlichte Sandbox-Spaß, Leute aus Fenstern zu werfen. Mehrere Vielspieler mit 25 bis 35 Stunden nennen es ihr liebstes VR-Spiel überhaupt.

Die Kritikpunkte der Community sind ebenso konsistent: Die Fortbewegung gilt als hakelig, die Physik produziert gelegentlich kaputte Momente, und mehrere Spieler beschreiben die Gegner als zu zerbrechlich, einer verglich sie sinngemäß mit Zahnstochern. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad interagieren Gegner zwar clever mit der Umgebung, humpeln nach Verstümmelungen aber harmlos hinterher, statt gefährlich zu bleiben. Dazu kommen Wünsche nach Multiplayer, besserer Optimierung bei vielen Leichen im Bild und Kritik an der weitläufigen Farm-Map. Ein Muster fällt auf: Selbst die kritischsten Rezensionen enden mit einer Empfehlung, der Tenor ist „sperrig, aber liebenswert“.

Für wen lohnt sich Brutalistick VR?

Brutalistick VR lohnt sich für PCVR-Spieler, die Physik-Sandboxen wie Blade and Sorcery mögen, aber ein Fortschrittssystem vermissen, und die mit derber Comic-Gewalt kein Problem haben. Für 9,75 Euro liefert es dank Career-Modus, Sandbox und Workshop-Mods ungewöhnlich viel Inhalt pro Euro. Finger weg sollten lassen: Quest-Besitzer ohne PC, Gewalt-Empfindliche und alle, die polierte Vollversionen erwarten.

Pro und Contra

  • ✅ Freischalt-Ökonomie gibt dem Kämpfen ein Ziel, hoher Suchtfaktor
  • ✅ Comic-Slapstick-Physik, die eher komisch als verstörend wirkt
  • ✅ Steam Workshop mit Maps, Waffen und Props
  • ✅ Kostenlose Demo, fairer Preis von 9,75 Euro
  • ✅ Sehr aktive Entwicklung: zehn Feature-Updates seit Release, allein drei Patches zwischen dem 8. und 14. August 2026
  • ❌ Keine native Quest-Version, PC zwingend nötig
  • ❌ Nur Englisch
  • ❌ Kein Multiplayer oder Koop
  • ❌ Early Access, Version 1.0 frühestens 2027

Fazit: Prügeln mit Plan

Brutalistick VR macht aus der bekannten VR-Physik-Sandbox ein Spiel mit Zielen, und das verändert erstaunlich viel. Statt nach 20 Minuten Herumprobieren die Lust zu verlieren, jage ich Kopfgeldern hinterher, spare auf das nächste Upgrade und will wissen, was hinter dem nächsten Vorhängeschloss steckt. Dass ein Solo-Entwickler das Ganze mit Workshop-Support, diegetischem HUD und stabiler Update-Frequenz stemmt, macht die 9,75 Euro zu einer der einfachsten Empfehlungen, die ich dieses Jahr ausgesprochen habe. Mit dem klaren Sternchen: Es ist und bleibt vorerst Early Access, und ohne Spiele-PC läuft hier gar nichts.

Testurteil
4,5/5
Brutalistick VR

Ein halber Punkt Abzug für Early-Access-Baustellen wie den Statistik-Bug und die fehlende deutsche Sprachausgabe. Der Rest ist für 9,75 Euro schlicht das unterhaltsamste Physik-Spielzeug, das ich dieses Jahr in VR hatte.

Preis
9,75 Euro
Plattform
PCVR über Steam
Status
Early Access
Getestet von
Marcus Jegszent

FAQ zu Brutalistick VR

Gibt es Brutalistick VR für Meta Quest ohne PC?

Nein. Brutalistick VR ist nur für PCVR über Steam erhältlich, eine Standalone-Version für Quest 2, Quest 3 oder Quest 3S existiert nicht (Stand August 2026). Auf einer Quest läuft das Spiel ausschließlich per PC-Streaming über Steam Link, Virtual Desktop oder Link-Kabel, ein VR-tauglicher Gaming-PC ist also Pflicht.

Was kostet Brutalistick VR?

Brutalistick VR kostet 9,75 Euro auf Steam Deutschland (Stand August 2026). Im Sale lag der Preis laut SteamDB schon bei 6,82 Euro. Das Spiel erscheint ausschließlich über Steam, es gibt keine Version im Meta Horizon Store oder für PlayStation VR2.

Gibt es eine Demo von Brutalistick VR?

Ja. Auf der Steam-Produktseite von Brutalistick VR steht eine kostenlose Demo zum Download bereit. Sie eignet sich, um vor dem Kauf zu prüfen, ob der derbe Comic-Gore-Humor und die Physik-Steuerung zusagen und ob das Spiel auf dem eigenen System sauber läuft.

Hat Brutalistick VR Multiplayer oder Koop?

Nein. Brutalistick VR ist ein reines Singleplayer-Spiel mit Career- und Sandbox-Modus. Ein Multiplayer- oder Koop-Modus ist auch in der Early-Access-Roadmap des Entwicklers nicht angekündigt, dort stehen mehr Waffen, Level, Upgrades, Bosskämpfe und erweiterter Mod-Support im Fokus.

Wie schaltet man in Brutalistick VR neue Waffen frei?

Neue Waffen und Upgrades schaltest du im Career-Modus frei: Jeder Gegner bringt 15 bis 25 Dollar Kopfgeld, Missionen zahlen Prämien wie 1.000 Dollar für die erste Farmland-Mission. Missionen mit Schloss-Symbol schalten beim Abschluss zusätzlich neue Inhalte frei. Im Sandbox-Modus nutzt du alles Freigeschaltete frei.

Lohnt sich Brutalistick VR im Early Access?

Ja, wenn du PCVR besitzt und Physik-Prügeleien magst: Die Steam-Wertung steht bei „Äußerst positiv“ mit 1.696 Rezensionen (Stand 22.08.2026), und der Entwickler liefert regelmäßig Updates, zuletzt Feature Update #10 im August 2026. Wer fertige, polierte Spiele erwartet, wartet besser auf die Version 1.0, die für 2027 bis 2028 angepeilt ist.

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