FNAF Secret of the Mimic in VR: Lohnt sich der PCVR-Port auf der Quest 3?

Five Nights at Freddys: Secret of the Mimic hat seit Mai 2026 einen kostenlosen VR-Port. Ich habe ihn auf der Meta Quest 3 getestet: der Roomscale-Fallstrick, der Data Diver und was er wirklich taugt.

Mein Sohn hat mir das Spiel empfohlen. Ich kenne die Reihe nicht, habe nie ein Five Nights at Freddy’s gespielt, und genau deshalb wollte ich wissen, was da eigentlich dran ist. Seit Mai 2026 gibt es einen kostenlosen VR-Port, also Brille auf, PC an, und rein. Was danach passierte, war lehrreicher als erwartet, denn ich bin nach wenigen Minuten aus dem Spiel geflogen. Nicht wegen eines Bugs, sondern wegen einer Einstellung, die keiner erwähnt.

Kurzantwort: Five Nights at Freddy’s: Secret of the Mimic (Steel Wool, 2025) hat seit dem 20. Mai 2026 ein kostenloses PC-VR-Update. Das Spiel selbst ist gut, der VR-Port ist es nicht: Steam-Rezensionen, die VR erwähnen, sind nur zu 64 Prozent positiv, alle übrigen zu 90 Prozent. Für die Meta Quest 3 gilt: Die Grenze muss auf Umgebung stehen, nicht auf Stationär, sonst rutscht der Data Diver weg und das Spiel wird unspielbar. Du brauchst mindestens 2 x 2 Meter freie Fläche und einen VR-tauglichen PC, standalone läuft es nicht.

Secret of the Mimic im Steckbrief

Secret of the Mimic in VR: Plakat DO NOT ARRIVE LATE an der Fabrikwand
Der Ton des Spiels in einem Bild: Firmenhumor aus den Siebzigern, kurz bevor es ungemütlich wird.
TitelFive Nights at Freddy’s: Secret of the Mimic
Entwickler & PublisherSteel Wool Studios
Release13. Juni 2025, VR-Update: PSVR2 am 28. April 2026, PC-VR am 20. Mai 2026
PlattformPC (Steam), PCVR über SteamVR, PSVR2. Auf Meta Quest 3 nur per PC-Streaming
GenreHorror-Adventure mit Stealth und Rätseln
Spielzeitrund 4 bis 6 Stunden pro Durchlauf
Preis38,99 € im Steam-Store, im Sale regelmäßig günstiger
Sprachedeutsche Untertitel und deutsches Menü, Sprachausgabe nur Englisch
Steam-WertungSehr positiv, 86 % von 11.273 Rezensionen

Mein Test-Setup

Ich habe Secret of the Mimic nicht auf gut Glück getestet, sondern auf meinem eigenen Rechner: Intel Core i5-12600KF mit 3,70 GHz, 32 GB RAM und einer NVIDIA GeForce RTX 5070 mit 12 GB, dazu Windows 11 in der 64-Bit-Fassung. Der PC hängt per LAN-Kabel direkt am Router, die Meta Quest 3 funkt von dort aus. Jeder zusätzliche Switch oder Powerline-Adapter dazwischen kostet dich Latenz.

Gestreamt wird über Virtual Desktop in Version 1.34.18, Codec AV1 in 10 Bit bei fester Bitrate von 200 Mbit/s, als Laufzeit SteamVR. Die Renderauflösung steht auf 122 Prozent, das Nachschärfen auf 75 Prozent, die Grafikqualität in der Brille auf Ultra und nicht auf Godlike. Als Zielbildrate habe ich 90 fps eingestellt, Synchronous Spacewarp ist ausgeschaltet. Das ist bewusst dieselbe Konfiguration, auf der ich auch Half-Life: Alyx getestet habe, damit beide Tests vergleichbar bleiben.

Wichtig vorab, weil es der häufigste Irrtum ist: Secret of the Mimic läuft nicht standalone auf der Quest 3. Du brauchst einen VR-tauglichen PC, der das Spiel berechnet und auf die Brille streamt. Wie du die Quest 3 sauber mit Steam verbindest, habe ich in meiner Anleitung Schritt für Schritt beschrieben. Was PCVR überhaupt bedeutet, erkläre ich separat.

Das VR-Update: was Steel Wool geliefert hat

Secret of the Mimic in VR: Maschinenraum mit glühender Anlage und Rohrleitungen
Der Maschinenraum. Optisch das Aufwendigste im Spiel, und trotzdem lief er mit 69 FPS stabil.

Das Spiel erschien im Juni 2025 zunächst nur als Flatscreen-Titel, obwohl man ihm an jeder Ecke anmerkt, dass es für VR gedacht war. Kurbeln, Schalter, Schubladen, alles wird per Handbewegung bedient, selbst mit der Maus. Das VR-Update kam nicht auf allen Plattformen zugleich: PSVR2 bekam es am 28. April 2026, Steam-PCVR erst am 20. Mai 2026, also gut drei Wochen später. Kostenlos ist es für alle Besitzer. Ein Mod ist dafür nicht nötig: Der VR-Modus steckt offiziell im Spiel und wird im Startmenü umgestellt.

Steel Wool nennt in den eigenen Patch Notes drei Punkte: besseres haptisches Feedback, ein abgesenktes Standard-Gamma für mehr Atmosphäre und eine besser bedienbare Upgrade-Station in VR. Und einen Satz, der harmloser klingt, als er ist: Der VR-Port unterstützt kein Roomscale-Spiel. Du bewegst dich per Stick, Ducken liegt auf dem rechten Stick, physisch durch die Spielwelt laufen kannst du nicht. Genau dieser Satz hat mich in die Falle laufen lassen.

Welche Five Nights at Freddy’s Teile gibt es in VR?

Das wollte ich beim Testen selbst wissen, also habe ich die Reihe durchgesehen. Wer FNAF in VR spielen will, hat genau drei offizielle Möglichkeiten. Und die Steam-Wertungen zeigen sofort, wo der Unterschied liegt.

SpielIn VR?WoSteam-Wertung
Help Wanted (2019)ja, für VR gebautQuest standalone, PCVR, PSVR, PSVR295,7 % von 13.092
Help Wanted 2 (2023)ja, für VR gebautQuest standalone, PCVR, PSVR295,0 % von 5.334
Secret of the Mimic (2025)ja, aber nachgereichtPCVR und PSVR2, kein Quest standalone86,2 % von 11.273
Security Breach (2021)nein, nur per Fan-ModPC und Konsolen86,5 % von 69.591
Into the Pit (2024)nein2D-Pixelspiel95,7 % von 10.890
FNAF 1 bis 4, Sister Location, Pizzeria Simulator, Ultimate Custom NightneinInhalte teilweise in Help Wanted 1

Die Klassiker gibt es also nicht als eigene VR-Fassung. Die Inhalte von FNAF 1 bis Sister Location stecken aber als Minispiele in Help Wanted 1 drin. Wer die alten Teile in VR erleben will, kauft folglich Help Wanted und nicht die Originale.

Security Breach hat kein offizielles VR und bekommt auch keins, das hat Steel Wool früh klargestellt. Es gibt allerdings einen kostenlosen Fan-Mod namens FNAF: SBVR, der über OpenXR volle Bewegungsfreiheit nachrüstet und sowohl mit der Quest als auch mit SteamVR läuft. Getestet habe ich ihn nicht, das hebe ich mir für einen eigenen Beitrag auf.

Noch eine Zahl, die dazu passt: Im Meta-Quest-Store stehen Help Wanted und Help Wanted 2 beide bei 4,8 von 5 Sternen, und beide laufen dort ohne PC direkt auf der Brille. Secret of the Mimic gibt es standalone gar nicht.

Warum ausgerechnet der Mimic-Port der schwächste ist

Das ist keine Vermutung von mir. Steel Wool hat es selbst erklärt. Rodney Brett vom Studio sagte gegenüber UploadVR, die Entscheidung sei gefallen, als die Verkaufszahlen von Help Wanted 2 hereinkamen. Das Spiel habe die Erwartungen verfehlt, und zwar deutlich, im Original: „not even close to HW1″.

Dazu kam laut Brett, dass sich die Entwicklungskosten von Help Wanted 2 verdreifacht hatten, das Team ebenfalls, und dass der VR-Markt bis zum Release auf eine Nische aus Enthusiasten geschrumpft sei. Das Fazit des Studios: Von VR-zentrierten Titeln mit großem Team könne man sich nicht mehr tragen, deshalb „priority shifted to flat“.

Für uns heißt das ganz konkret: Secret of the Mimic wurde als Flachbildschirm-Spiel entworfen und gebaut. Der VR-Modus kam elf Monate nach dem Release obendrauf. Genau so fühlt er sich auch an, und genau daher stammen die Probleme, die in diesem Test auftauchen. Wer sehen will, wie FNAF in VR aussieht, wenn es von Anfang an dafür gemacht wurde, greift zu Help Wanted.

Roomscale-Pflicht: der Fallstrick, den keiner erwähnt

Ich habe den Satz gelesen und daraus geschlossen, dass ich die Quest-Grenze getrost auf Stationär lassen kann. Wenn das Spiel sowieso kein Roomscale nutzt, brauche ich ja keine große Fläche. Das ist falsch, und es hat meine erste Session nach fünf Minuten beendet.

Im Stationär-Modus ist die Grenze ein enger Kreis um dich herum. Eine Kopfbewegung reicht, und du fällst raus. Das Spiel wird in dem Moment unspielbar, weil Passthrough anspringt und die Ausrichtung nicht mehr stimmt. Ich musste abbrechen. Anschließend habe ich es gegengeprüft, weil ich es genau wissen wollte: Es lag wirklich am stationären Modus. Nach der Umstellung auf Umgebung lief es.

Der Punkt, den man verstehen muss: Kein Roomscale im Spiel heißt nicht, dass du eine Stationär-Grenze verwenden kannst. Das eine ist die Fortbewegung im Spiel, das andere ist die Grenze, die du auf der Quest einstellst. Für Secret of the Mimic brauchst du eine Roomscale-Grenze, obwohl das Spiel Roomscale-Bewegung gar nicht nutzt. Meta empfiehlt dafür mindestens 2 x 2 Meter freie, unverstellte Fläche.

So stellst du es ein: Auf der Quest 3 unter Einstellungen, Grenze, den Modus von Stationär auf Umgebung wechseln und die Fläche neu einzeichnen. Danach das Spiel neu starten.

Der Data Diver rutscht weg, und so behebst du es

Secret of the Mimic in VR: Werbeaufsteller von Hedgehog Hudgie mit TALK-Pfeil
Hedgehog Hudgie als Werbeaufsteller. Der TALK-Pfeil gehört zur Attraktion, nicht zu deinem Data Diver.

Der Data Diver ist dein wichtigstes Werkzeug. Damit öffnest du Zugänge und schaltest Bereiche frei, und er hängt normalerweise links an deiner Hüfte. Bei mir saß er nach kurzer Zeit plötzlich nicht mehr links, sondern hinten. Ich habe ihn schlicht nicht mehr gefunden.

Die Lösung ist unspektakulär, aber sie steht nirgends: Halte die Ausrichtungstaste am Quest-Controller gedrückt und zentriere die Ansicht neu. Danach sitzt der Data Diver wieder links an der Hüfte, wo er hingehört.

Und das ist kein Einzelfall bei mir, sondern der meistgenannte konkrete Mangel des VR-Ports. Von 157 ausgewerteten Steam-Rezensionen, die VR erwähnen, beschweren sich 15 ausdrücklich über dieses Werkzeug. Ein Spieler schreibt, er müsse sich regelmäßig komplett umdrehen, um das Ding überhaupt zu finden. Ein anderer, es sei nicht sauber am Spieler verankert.

Eine Rezension liefert die Erklärung gleich mit: Ohne Roomscale brechen sowohl das Smooth Turning als auch die Position des Data Divers. Damit ist die Ursache klar: Der Data Diver hängt an der Mitte und Ausrichtung deines Spielbereichs, nicht an deinem Körper. Wer sich im Raum dreht oder verschiebt, verliert ihn. Deshalb hängen der Roomscale-Fallstrick und das Data-Diver-Problem zusammen, es ist derselbe Fehler in zwei Ausprägungen. Praktischer Rat: Stell dich bewusst in die Mitte deines Spielbereichs, bevor du startest.

Performance auf der Quest 3: gemessen, nicht geraten

Secret of the Mimic in VR: Hedgehog Hudgie patrouilliert in der Werkstatt, gesehen durch ein Gittertor
Hedgehog Hudgie patrouilliert in der Werkstatt. Genau in dieser Szene fiel die Bildrate auf 59 bis 62 FPS.

Meine Zielbildrate in Virtual Desktop steht auf 90 fps. Alles darunter bedeutet, dass Zwischenbilder eingeschoben werden (Reprojection), und genau das spürt man in VR als Ruckeln. Ich habe die Leistungsanzeige mitlaufen lassen und an elf Stellen abgelesen:

SzenegemessenAbstand zum Ziel
Draußen vor der Costume Manor, Bürokulisse90 FPSauf dem Ziel
Werkbank, Gänge, Bühnenbereich, Maschinenraum69 bis 72 FPS20 bis 23 % darunter
Innenhof mit Blick in die Werkstatt voller Animatronics59 bis 62 FPS31 bis 34 % darunter

In ruhigen Szenen erreicht das Spiel die 90 fps auch tatsächlich: In der Bürokulisse und draußen vor der Costume Manor habe ich glatte 90 gemessen. In den Innenräumen mit Werkbank, Gängen und Maschinenraum fehlen dagegen schon 20 bis 23 Prozent zum Ziel. Im Innenhof mit Blick in die Werkstatt voller Animatronics sind es 31 bis 34 Prozent. Genau dort habe ich das Ruckeln auch gespürt.

Und das macht mich stutzig: Auf einer RTX 5070 sollte ein Spiel dieser Optik die 90 fps nicht um ein Drittel verfehlen. Secret of the Mimic sieht solide aus, aber es ist kein Grafikbrett. Wenn eine Karte dieser Klasse in einer Werkstattszene auf 59 fps einbricht, während sie im Freien mühelos 90 hält, spricht das für einen Port, der nicht sauber optimiert wurde.

Eine Einschränkung gehört dazu: Ich spiele gestreamt, und meine Grafikkarte rendert nicht nur, sie kodiert gleichzeitig den AV1-Stream. Der Einbruch kann also vom Rendern, vom Encoder oder vom Prozessor kommen. Aus einer FPS-Anzeige allein lässt sich das nicht trennen. Meine Vermutung, damit sie überprüfbar ist: Ich tippe auf den Prozessor, weil der Einbruch genau dort auftritt, wo besonders viele Objekte gleichzeitig im Bild sind, und nicht in optisch aufwendigen, aber leeren Räumen. Im Maschinenraum lag ich bei 69 FPS. Den Gegentest reiche ich nach.

Ein Teil des Ruckelns geht dabei auf meine eigene Einstellung: Ich habe Synchronous Spacewarp abgeschaltet. Diese Funktion würde fehlende Bilder berechnen und die Einbrüche kaschieren. Wer die Technik nicht messen, sondern einfach spielen will, stellt sie auf Automatic, dann greift sie nur bei Bedarf. Die Bilder fehlen dann trotzdem, man sieht sie nur nicht mehr so deutlich.

Ehrlich dazugesagt: Das sind Momentaufnahmen, keine durchgehende Frametime-Messung. Aber die Richtung ist eindeutig, und sie deckt sich mit den 22 Rezensionen, die Performance-Probleme melden.

Wie es sich in VR anfühlt

Secret of the Mimic in VR: Jumpscare, der Elefanten-Animatronic steht direkt vor dem Spieler
Am Monitor ist das ein Schreckmoment. In VR steht das Ding in deinem persönlichen Raum.

Vorweg, damit die Erwartung stimmt: Das ist kein neues Half-Life: Alyx. Wer die Referenz kennt, merkt in der ersten Minute, dass hier eine andere Liga spielt. Aber das muss es auch nicht sein.

Was funktioniert, ist die Atmosphäre. Man kommt langsam rein. Erst die Fahrt im Truck über die Landstraße in der Dämmerung, mit der Wackelfigur auf dem Armaturenbrett und der Dispatch, die einem über Funk den Auftrag erklärt. Dann das leere Gelände, geschlossene Tore, Werkstattgebäude. Es baut sich auf, statt dich sofort anzuschreien.

Secret of the Mimic in VR: Bühne mit rotem Vorhang und Maskottchen-Kulisse
Die Bühne mit dem roten Vorhang. Show Starting Soon, nur kommt niemand mehr.

Die Kreaturen sind der eigentliche Reiz. Sie sind gleichzeitig niedlich und unheimlich, bunte Maskottchen mit zu großen Augen. Ein Elefant mit Partyhütchen und gepunktetem Hemd, Hedgehog Hudgie, ein knallblauer Igel, der als Werbeaufsteller in der Halle steht und einem später leibhaftig über den Weg läuft, und Sharpay, ein Pudel mit Schere. Das sieht aus wie Kinderzimmer und fühlt sich an wie Bedrohung.

Secret of the Mimic in VR: Hedgehog Hudgie an einer Schaltanlage in der dunklen Halle
Hedgehog Hudgie an der Schaltanlage. Bunte Maskottchen in einer dunklen Halle, das ist die ganze Idee.

Und genau da spielt VR seine einzige echte Stärke gegenüber der Flatscreen-Fassung aus. Ein Elefant mit Partyhut, der dir zwanzig Zentimeter vor dem Gesicht steht, ist am Monitor ein Schreckmoment. In VR ist es ein Übergriff, weil das Ding tatsächlich in deinem persönlichen Raum steht.

Secret of the Mimic in VR: Sharpay, der Pudel-Animatronic mit Schere
Sharpay, der Pudel-Animatronic mit Schere. Niedlich und unheimlich zugleich, genau das macht den Reiz aus.

Die VR-Steuerung geht in Ordnung, ist aber gewöhnungsbedürftig. Greifen, Interagieren, Kurbeln, das sitzt nach ein paar Minuten. Der Data Diver braucht länger, siehe oben.

Was mich stört: Es gibt kein richtiges Inventar. Als ich eine Kurbel bekommen habe, musste ich sie händisch mitschleppen. In VR heißt das, eine Hand ist blockiert. Interessant ist, dass sich in den Rezensionen fast niemand daran stört. Von 1.000 ausgewerteten Rezensionen erwähnen nur sieben überhaupt Inventar oder Tragen, und eine lobt das System sogar ausdrücklich. Mein Verdacht: Das ist ein reines VR-Problem, das Flatscreen-Spieler gar nicht erleben, weil das Tragen mit der Maus anders funktioniert.

Jackie und das Skripting-Problem

Secret of the Mimic in VR: der Elefanten-Animatronic mit Partyhut kommt hinter einer Tür hervor
Der Elefant kommt hinter der Tür hervor. Kurz darauf war er verschwunden, weil die KI zurücksetzt.
Secret of the Mimic in VR: die Jack-in-the-Box-Kiste mit Kurbel, aus der Jackie springt
Die Kiste mit der Kurbel. Wer sie dreht, bekommt Jackie zu sehen.

Irgendwann taucht Jackie auf, die Jack-in-the-Box-Figur mit den überlangen Armen, und ab da wird gerannt. Optisch ist das stark. Die Figur ist genau das, was das Spiel gut kann: albern und bedrohlich zugleich.

Nur: Es wirkt alles sehr geskriptet, und man hat wenig Freiheit. Die Verfolgung läuft ab wie eine Achterbahnfahrt. Du drückst nach vorne und folgst dem vorgesehenen Weg, echte Entscheidungen gibt es nicht. Wer schon ein paar Horrorspiele gespielt hat, merkt sofort, dass hier nichts wirklich auf dem Spiel steht außer der Frage, ob man den vorgezeichneten Pfad trifft.

Dazu passt eine zweite Beobachtung. Ich bin vor dem Elefanten geflüchtet, habe kurz den Raum verlassen, und als ich zurückkam, war er weg. Die Gegner-KI setzt sich zurück. Die Community sieht das genauso: Ein ausführlicher deutscher Rezensent schreibt sinngemäß, die komplett gescripteten Verfolgungssequenzen seien für erwachsene Spieler nur noch Farben und Geräusche, man halte die Vorwärtstaste gedrückt und laufe vor einem Ereignis weg.

Secret of the Mimic in VR: der Elefanten-Animatronic im Spind, rot beleuchtet
Derselbe Elefant im Spind. Das Rot kommt von der Raumbeleuchtung, das Kostüm ist grau-violett.

Für einen VR-Port ist das doppelt schade. Gerade in VR wäre echte Bewegungsfreiheit die Stärke gewesen. Stattdessen bekommt man einen Schlauch mit Schreckmomenten.

Kopfgurt: bei Schreckmomenten kein Nebenthema

Ein Punkt, den man bei Horror in VR unterschätzt: Du zuckst zusammen. Nicht ein bisschen, sondern mit dem ganzen Kopf. Wenn der Elefant plötzlich vor dir steht, reißt du den Kopf zur Seite, und mit dem serienmäßigen Stoffband der Quest 3 rutscht die Brille dabei. Dann sitzt das Bild nicht mehr scharf, du schiebst mitten in der Verfolgung nach, und der Moment ist kaputt.

Ich spiele deshalb mit einem Halo-Kopfgurt. Der stützt sich am Hinterkopf ab statt auf dem Gesicht, sitzt fest und verrutscht auch dann nicht, wenn du ruckartig ausweichst. Der Akku hinten wirkt zusätzlich als Gegengewicht, dadurch drückt vorne nichts mehr aufs Jochbein. Bei einem Spiel, das dich gezielt erschrecken will, ist das kein Zubehörluxus, sondern der Unterschied zwischen Immersion und Nachjustieren.

BOBOVR M3 Pro Kopfgurt mit B2 Akku an einer Meta Quest 3
Mein Setup

BOBOVR M3 Pro Kopfgurt mit B2 Akku

Halo-Gurt für Meta Quest 3 und 3S · ASIN B0CJLG9SBR

Das Halo-Design stützt sich am Hinterkopf ab und nimmt den Druck vom Gesicht. Der B2-Akku sitzt hinten als Gegengewicht und verlängert die Laufzeit spürbar. Genau das, was man bei Horror in VR braucht, wenn man bei Schreckmomenten ruckartig den Kopf wegreißt.

  • Sitzt fest, verrutscht auch bei hektischen Kopfbewegungen nicht
  • Magnetisches Hot-Swap-System, Akkuwechsel in Sekunden
  • Druck vom Gesicht auf den Hinterkopf verlagert, längere Sessions ohne Abdrücke
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Was die Community zum VR-Port sagt

Insgesamt hat Secret of the Mimic 11.273 Steam-Rezensionen, davon 86 Prozent positiv, Steam stuft das als „Sehr positiv“ ein. Ein gutes Spiel also. Ich habe die 1.000 neuesten Rezensionen vom 19. April bis 31. Juli 2026 ausgewertet und danach sortiert, ob VR im Text vorkommt:

erwähnt VR, PCVR, PSVR, Quest oder Headset (157 Stück)64 % positiv
erwähnt VR nicht (843 Stück)90 % positiv

26 Prozentpunkte Unterschied. Das Spiel ist beliebt, der VR-Port ist es nicht. Innerhalb der 157 VR-Rezensionen verteilen sich die Beschwerden so:

Bugs, Glitches, Softlocks36
Performance, Ruckeln, Abstürze22
Greifen, Interaktion, Tracking21
Data Diver, Position am Gürtel15
zu kurz für den Preis12
kein sichtbares Spielermodell6
unscharfes Bild4

Die Bandbreite ist groß. Ein Spieler, der ausdrücklich nur in VR gespielt hat, schreibt von acht Stunden Spielzeit und findet keinen einzigen Kritikpunkt. Ein anderer nennt es den schlechtesten VR-Port, den er je gesehen hat. Wieder andere berichten von Abstürzen alle zehn Minuten auf PSVR2.

Meine Einordnung: Wenn deine Grenze richtig steht und deine Hardware mitspielt, bekommst du ein atmosphärisches VR-Horrorspiel. Wenn nicht, bekommst du Frust. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen ist größer als bei fast jedem anderen VR-Titel, den ich kenne.

Deutsche Untertitel ja, deutsche Sprachausgabe nein

Secret of the Mimic in VR: deutsche Untertitel im Funkdialog der Dispatch
Deutsche Untertitel sind vorhanden, aber nicht automatisch aktiv. In den Optionen umstellen.

Für ein Spiel, das viel über Funk und Audiologs erzählt, ist das relevant. Das Spiel hat deutsche Untertitel und ein deutsches Menü, aber keine deutsche Sprachausgabe. Vollton gibt es ausschließlich auf Englisch.

Prüf das gleich nach dem Start in den Optionen, denn bei mir lief es zunächst mit englischen Untertiteln, obwohl das SteamVR-Menü auf Deutsch war. Nach der Umstellung liest sich der Funkverkehr dann so: „Wir erwarten, dass du schaffst, woran sie gescheitert sind.“

Für wen lohnt sich der VR-Port?

Secret of the Mimic in VR: Lagerraum mit Kisten und Kostümteilen
Lagerraum mit Kostümteilen. Wer erkunden mag, findet hier eine Menge zu entdecken.

Lohnt sich, wenn du einen VR-tauglichen PC hast, mindestens 2 x 2 Meter Platz freiräumen kannst, mit Stick-Bewegung zurechtkommst und Lust auf atmosphärischen Maskottchen-Horror hast statt auf harten Survival-Horror.

Lohnt sich nicht, wenn du nur wenig Platz hast, standalone auf der Quest 3 ohne PC spielen willst, ein technisch makelloses VR-Erlebnis auf Alyx-Niveau erwartest oder Wert auf echte Bewegungsfreiheit statt gescripteter Sequenzen legst.

Warte lieber ab, wenn du auf PSVR2 spielst. Dort häufen sich die Berichte über Abstürze deutlich.

Meta Quest 3 mit Controllern, eigenes Testgerät von VR Gaming World
Meine Testbrille

Meta Quest 3, 512 GB

4,6 von 5 bei 3.072 Bewertungen
Snapdragon XR2 Gen 2 · Pancake-Linsen · Farb-Passthrough

Mit dieser Brille habe ich Secret of the Mimic getestet. Für den VR-Modus brauchst du zwingend eine PCVR-taugliche Brille plus Gaming-PC, standalone läuft das Spiel nicht. Die Quest 3 streamt per WLAN vom Rechner, ein Kabel ist optional.

  • PCVR per WLAN-Streaming, in meinem Test glatte 90 FPS bei 90 Hz Zielbildrate
  • Farb-Passthrough, damit stellst du die Spielgrenze auf Umgebung sauber ein
  • 512 GB für große Standalone-Titel, falls du auch ohne PC spielen willst
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Werbelinks, für dich entstehen keine Mehrkosten. Bewusst ohne festen Preis: Die Quest 3 wechselt den Preis ständig, ein Klick zeigt dir den heutigen. Der Meta-Store-Link ist ein Empfehlungslink, der mir eine Gutschrift bringt.

Pro und Contra des VR-Ports

✅ Das spricht dafür

    ❌ Das spricht dagegen

      Zwischenfazit

      Ich bin ehrlich: Ich habe das Spiel noch nicht durch. Was ich nach den ersten Stunden sagen kann, betrifft den VR-Port, und da ist mein Urteil klar.

      Das Spiel ist besser als sein VR-Port, und die Inszenierung ist besser als das Spielgefühl. Die Atmosphäre trägt, die Kreaturen funktionieren, die Bildrate stimmt meistens. Aber es ist ein nachgereichter Port, und das merkt man. Der Data Diver, der wegrutscht, ist kein Detail, sondern betrifft das wichtigste Werkzeug im Spiel. Und die Verfolgungsjagden sind so eng geskriptet, dass ausgerechnet die Stärke von VR, nämlich selbst entscheiden zu können, wo man hinläuft, nicht zum Tragen kommt.

      Wenn du die Grenze richtig einstellst und das Neuzentrieren kennst, hast du zwei der drei häufigsten Frustquellen schon vermieden, bevor du überhaupt anfängst. Genau dafür habe ich diesen Artikel geschrieben. Den vollständigen Spieletest mit Wertung reiche ich nach, sobald ich durch bin.

      Wo du Secret of the Mimic kaufst

      Das Spiel kostet im Steam-Store aktuell 38,99 Euro, der VR-Modus ist darin enthalten und kostet nichts extra. Auf Kinguin gibt es den Titel ebenfalls, dort allerdings als sogenannten Altergift, also nicht als Key, sondern als Steam-Geschenk vom Händler.

      Ehrlich gesagt: Bei diesem Spiel lohnt der Vergleich wirklich. Kinguin liegt hier nicht automatisch unter dem Steam-Preis, anders als bei manch anderem Titel. Schau also beide Preise an, bevor du kaufst, und lass die Finger von den sehr billigen Account-Angeboten. Dabei kaufst du keinen Key, sondern Zugangsdaten zu einem fremden Steam-Konto, und das verstößt gegen die Steam-Nutzungsbedingungen.

      Five Nights at Freddy’s Secret of the Mimic in VR, Blick aus der Fahrerkabine auf die Landstraße
      Game Tipp

      Five Nights at Freddy’s: Secret of the Mimic (PC, Steam)

      „Sehr positiv“, 86 % von 11.273 Steam-Rezensionen
      VR-Modus kostenlos enthalten · deutsche Untertitel

      Maskottchen-Horror in einer verlassenen Kostümfabrik. Seit dem 20. Mai 2026 ist der VR-Modus kostenlos dabei, spielbar auf der Meta Quest 3 per PC-Streaming. Ein Durchlauf dauert vier bis sechs Stunden.

      • Kauf den Titel als normales Spiel, nicht als „Account“-Angebot
      • Quest-Grenze vorher auf Umgebung stellen, mindestens 2 x 2 Meter
      • Läuft auch klassisch am Monitor, VR ist optional
      Rabattcode GUSTO5 5 % auf Spiele, nur noch bis 31. August 2026
      Aktuellen Preis bei Kinguin prüfen oder direkt im Steam-Store ansehen
      Werbelink, für dich entstehen keine Mehrkosten. Preise schwanken, der Vergleich mit dem Steam-Store lohnt sich wirklich. Ist der Code abgelaufen, findest du den aktuellen direkt bei Kinguin. Kauf immer das Spiel selbst, keine Account-Angebote.

      FAQ: häufige Fragen zu Secret of the Mimic in VR

      Braucht man für Secret of the Mimic in VR einen PC?

      Ja. Der VR-Modus läuft über SteamVR auf dem PC und wird auf die Meta Quest 3 gestreamt. Eine Standalone-Version für die Quest gibt es nicht.

      Warum rutscht der Data Diver weg?

      Er ist an die Mitte und Ausrichtung deines Spielbereichs gekoppelt, nicht an deinen Körper. Halte die Ausrichtungstaste am Controller gedrückt und zentriere neu, dann sitzt er wieder links an der Hüfte.

      Wie viel Platz brauche ich für Secret of the Mimic in VR?

      Mindestens 2 x 2 Meter. Die Quest-Grenze muss auf Umgebung stehen, nicht auf Stationär, sonst fällst du schon bei kleinen Kopfbewegungen heraus.

      Wie gut läuft Secret of the Mimic auf der Meta Quest 3?

      Gemischt. Bei einer Zielbildrate von 90 fps erreicht das Spiel draußen und in ruhigen Szenen auch glatte 90. In den Innenräumen sind es 69 bis 72 FPS, in dicht bestückten Szenen mit vielen Animatronics nur noch 59 bis 62. Getestet auf einer RTX 5070 per Virtual Desktop.

      Hat Secret of the Mimic deutsche Sprachausgabe?

      Nein. Es gibt deutsche Untertitel und ein deutsches Menü, die Sprachausgabe ist ausschließlich englisch.

      Seit wann gibt es Secret of the Mimic in VR?

      Für Steam-PCVR seit dem 20. Mai 2026, für PSVR2 schon seit dem 28. April 2026. Der Flatscreen-Release war am 13. Juni 2025, VR kam also rund elf Monate später.

      Braucht man für den VR-Modus einen Mod?

      Nein. Der VR-Modus ist offiziell und steckt kostenlos im Spiel. Du stellst ihn im Startmenü um, ein UEVR-Mod oder ein Fan-Patch ist nicht nötig.

      Ist das VR-Update kostenpflichtig?

      Nein. Das VR-Update ist für alle Besitzer des Spiels kostenlos.

      Wie lange dauert Secret of the Mimic?

      Ein Durchlauf dauert je nach Spielweise rund 4 bis 6 Stunden. Wer alle Enden und Sammelobjekte will, kommt deutlich höher.

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