Du rammst einem Untoten das Messer in den Schädel, spürst den Widerstand, ziehst es heraus – und drehst dich um, weil hinter dir schon der nächste lauert. The Walking Dead: Saints & Sinners ist VR-Survival-Horror in Reinform: körperlich, brutal und beklemmend. Für viele zählt es zu den besten VR-Spielen überhaupt. Zu Recht? Hier ist mein Test.
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🧟 Saints & Sinners auf einen Blick
- Genre: VR-Survival-Horror / Action-Adventure
- Entwickler: Skydance Interactive
- Plattform: Meta Quest, PC VR, PSVR2, Pico
- Preis: ca. 40 € (Tourist Edition inkl. DLCs)
- Umfang: Story-Kampagne + Aftershocks-DLC + Horde-Modus „The Trial“
- Stärke: Viszeraler Physik-Nahkampf, dichte Atmosphäre, echte Entscheidungen
- Schwäche: Auf Quest technisch nicht optimal; sehr blutig
- Wertung: 9/10 – einer der besten VR-Titel überhaupt

Worum geht es? New Orleans & die Toten
Die Geschichte von The Walking Dead: Saints & Sinners beginnt etwa drei Jahre nach einem Zombie-Ausbruch im überfluteten New Orleans. Die Stadt ist von Zombies überrannt und es gibt nur noch wenige Überlebende. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Touristen, der auf der Suche nach Ressourcen und Abenteuern auf einen alten Mann trifft. Dieser erzählt von einem Bunker mit einer großen Hilfslieferung für zehntausende Menschen. Der Bunker wird von einer Gruppe namens „The Reserve“ kontrolliert.
In New Orleans gibt es auch eine Organisation namens „The Tower“, die versucht, die Stadt zu kontrollieren. Die Turm hat viele Feinde, darunter auch die Zurückgeforderten, eine Gruppe von Überlebenden, die sich gegen die Turm auflehnen. Der Spieler kann sich entscheiden, ob er sich auf die Seite von The Tower oder der Zurückgeforderten stellt oder ob er neutral bleibt.
Spielmechanik: Überleben, Crafting & Kampf
Das Überleben ist ein wichtiger Aspekt des Spiels. Der Spieler muss Nahrung und Wasser finden, um zu überleben. Es gibt auch eine Vielzahl von Handwerksgegenständen, die der Spieler herstellen kann, um das Überleben zu erleichtern. Zum Beispiel kann der Spieler Waffen herstellen, um sich gegen die Zombies zu verteidigen, oder medizinische Gegenstände, um seine Gesundheit zu erhalten.
Der Kampf gegen die Zombies ist ein wichtiger Aspekt des Spiels. Der Spieler kann eine Vielzahl von Waffen verwenden, um gegen die Zombies zu kämpfen. Dazu gehören Schusswaffen, Nahkampfwaffen und improvisierte Waffen. Der Spieler muss auch darauf achten, seine Waffen zu warten und zu reparieren, um sicherzustellen, dass sie in gutem Zustand sind.

Die Schleich- und Plünderungsmechanik ist ein wichtiger Aspekt des Spiels. Der Spieler muss vorsichtig sein, um nicht von den Zombies entdeckt zu werden. Der Spieler kann auch Gebäude durchsuchen, um Nahrung, Wasser und andere Gegenstände zu finden, die ihm beim Überleben helfen können. Der Spieler muss auch darauf achten, dass er nicht zu viel Lärm macht, um die Zombies nicht anzulocken.
Viszeraler Nahkampf: das Herzstück
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spiels ist der viszerale Kampf gegen Zombies und andere Feinde. Der Kampf ist intensiv und erfordert eine schnelle Reaktion, um zu überleben. Sie können verschiedene Waffen und Werkzeuge verwenden, um gegen die Feinde zu kämpfen. Eine Besonderheit des Spiels ist die Verwendung von Vibrationen, um den Kampf noch realistischer zu gestalten.
Entscheidungen & Konsequenzen
Ein wichtiger Aspekt des Spiels ist die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, die sich auf den Verlauf der Handlung auswirken. Diese Entscheidungen können sich auf das Schicksal von Charakteren, die Verfügbarkeit von Ressourcen und sogar auf das Ende des Spiels auswirken. Die Konsequenzen Ihrer Entscheidungen sind oft unvorhersehbar und führen zu überraschenden Wendungen in der Geschichte.
Editionen: Standard & Tourist
Es gibt zwei Editionen von The Walking Dead: Saints & Sinners: Die Tourist Edition und die Standard Edition. Die Tourist Edition enthält zusätzliche Inhalte wie das „Crafter’s Pack“, das dem Spieler mehr Möglichkeiten gibt, Waffen und Ausrüstung herzustellen. Die Standard Edition enthält das Basisspiel und keine zusätzlichen Inhalte.
Zusatzinhalte: Aftershocks, Supply Caches & The Trial
Die neue Kampagne namens „The Reserve“ führt uns in ein Gebiet, das von Überlebenden kontrolliert wird, die versuchen, ihre Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Die Spieler müssen sich durch die Überlebenden kämpfen, um zu den Vorräten zu gelangen, die sie benötigen, um in der postapokalyptischen Welt zu überleben. Die Erweiterung enthält auch neue Nebenmissionen und neue Orte zum Erkunden.
Die Supply Caches sind eine großartige Möglichkeit, um zusätzliche Ressourcen zu sammeln und das Spiel noch spannender zu machen. Die Caches sind jedoch nicht einfach zu finden, und die Spieler müssen sorgfältig suchen, um sie zu entdecken.
The Trial ist eine großartige Möglichkeit, um das Kampfsystem von The Walking Dead: Saints & Sinners zu verbessern und zu üben. Die Herausforderung ist jedoch sehr schwierig und erfordert viel Geschick und Ausdauer. Die Spieler müssen bereit sein, hart zu arbeiten, um die Herausforderung zu meistern.
Plattformen & der Nachfolger
Saints & Sinners läuft auf der Meta Quest (standalone), am PC (SteamVR), auf PSVR2 und Pico. Technisch ist die PC- und PSVR2-Fassung am saubersten; auf der Quest läuft es gut, aber nicht perfekt optimiert. Basis ist die Unreal Engine 4.
🆕 Fortsetzung: Mit „Chapter 2: Retribution“ gibt es einen vollwertigen Nachfolger (Quest, PC VR, PSVR2). Wer das Original durch hat, kann die Geschichte direkt weiterspielen.

- Brachialer, physikbasierter Nahkampf gegen die Untoten
- Dichte, bedrohliche Survival-Atmosphäre
- Echte Entscheidungen mit Konsequenzen und gute Story
- Viel Umfang dank kostenloser DLCs
- Quest-Version technisch nicht ganz sauber
- Sehr blutig – nichts für Zartbesaitete
- Crafting und Survival können sich zäh anfühlen
Fazit
The Walking Dead: Saints & Sinners ist ein Paradebeispiel dafür, was VR kann: Es macht Gewalt, Angst und Entscheidungen körperlich spürbar. Der Nahkampf ist konkurrenzlos intensiv, die Atmosphäre dicht, der Umfang dank DLCs riesig. Trotz kleiner technischer Schwächen auf der Quest ein Pflichttitel – meine Wertung: 9/10.
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