Immersion beschreibt den Grad, in dem eine virtuelle Umgebung deine Sinne so vollständig bedient, dass du das Headset vergisst und die dargestellte Welt als real behandelst. Sie ist der eigentliche Grund, warum VR anders wirkt als jedes Medium davor.
Fachlich wird dabei sauber getrennt. Immersion meint die technischen Eigenschaften des Systems, also was die Hardware objektiv liefert. Der subjektive Zustand, in dem du dich tatsächlich anwesend fühlst, heißt Präsenz. Ein Headset kann hochgradig immersiv sein, ohne bei dir Präsenz auszulösen, wenn etwas anderes stört.
Erzeugt wird sie nie von einem einzelnen Faktor. Sichtfeld, Auflösung, Pancake-Linsen, Refresh Rate, Latenz und räumlicher Klang wirken zusammen. Der am stärksten unterschätzte Anteil ist der Ton.
Interessanter ist die Kehrseite: Immersion baut sich langsam auf und bricht in einer Sekunde zusammen. Ein Ruckler, ein kurzer Trackingverlust, eine Akkuwarnung oder eine plötzlich eingeblendete Begrenzung reichen aus. Genau deshalb ist eine stabile Bildrate wichtiger als eine hohe.
Ausführlich und mit Beispielen habe ich das in meinem Artikel Immersion in VR: Warum virtuelle Welten echt wirken beschrieben.
Verwandte Begriffe
6DoF und Roomscale sind die Bewegungsgrundlagen der Immersion. Reprojection zeigt, was passiert, wenn die Technik an ihre Grenzen stößt. Gamification zeigt, was Immersion im Fitnessbereich bewirken kann.
Passende Hauptartikel
Der ausführliche Artikel steht unter Immersion in VR: Warum virtuelle Welten echt wirken. Wie sehr Immersion körperliche Anstrengung überdecken kann, beschreibe ich in Abnehmen mit VR-Gaming.
